Beitrag zum Klimaschutz: neue PV-Anlage auf dem Dach des Kreisjugendamtes offiziell ans Netz gegangen

Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr: "Kreis wird weiterhin im Klimaschutz mit gutem Beispiel vorangehen"

03.08.2020
Landrat Dr. Schulze Pellengahr (re.) und Kreisdirektor Dr. Tepe nahmen nun die neue PV-Anlage auf dem Dach des Kreisjugendamtes in Augenschein.
Landrat Dr. Schulze Pellengahr (re.) und Kreisdirektor Dr. Tepe nahmen nun die neue PV-Anlage auf dem Dach des Kreisjugendamtes in Augenschein.

Nachdem der Kreis Coesfeld im Mai und Juni für alle interessierten Bürgerinnen und Bürger Online-Vorträge zum Thema Photovoltaik angeboten hat, wurde Ende Juni durch die Gesellschaft des Kreises Coesfeld zur Förderung regenerativer Energien mbH (GFC) eine 9 kWp Photovoltaikanlage auf dem neuen Gebäude des Jugendamtes (Kreishaus V) installiert. „Der Kreis Coesfeld setzt sich intensiv mit dem Thema der erneuerbaren Energien auseinander und geht insbesondere beim eigenen Gebäudebestand mit einem guten Beispiel voran“, so Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr.

Der produzierte Strom wird nahezu vollständig für den Eigenenergiebedarf des Gebäudes genutzt. „Die 28 Solarmodule erzeugen aus dem Sonnenlicht Gleichstrom, welcher über den installierten Wechselrichter zu Wechselstrom umgewandelt wird und somit die Einspeisung ins öffentliche Stromnetz oder auch die Nutzung im Gebäude selbst ermöglicht. Die Eigenstromnutzung der Photovoltaikanlage ist besonders wirtschaftlich, so dass sich die Anlage in kurzer Zeit amortisiert und gleichzeitig das Klima schützt“, erläutert Stefan Bölte, Geschäftsführer der GFC. Über die GFC als kreiseigene Tochtergesellschaft wurden in den vergangenen Jahren mehrere Photovoltaikanlagen installiert, so unter anderem an den Berufsschulstandorten am Oswald-von-Nell-Breuning Berufskolleg in Coesfeld und am Richard-von-Weizsäcker Berufskolleg in Lüdinghausen sowie dem Straßenverkehrsamt in Dülmen. Die Sonnenenergie gewinnt zunehmend an Bedeutung. Ursachen hierfür dürften ein wachsendes Klimabewusstsein und gesunkene Preise für PV-Anlagen sein. Die Vorteile einer solchen Photovoltaikanlage sind offensichtlich: Die Sonne als Energiequelle ist unbegrenzt nutzbar, zudem ist für die Installation auf dem eigenen Dach keine Genehmigung erforderlich und es werden keine Geräusche oder sonstige Emissionen verursacht. In den nächsten Jahren soll der Anteil der erneuerbaren Energien bei den kreiseigenen Liegenschaften weiter steigen. Neue Anlagen sind dazu in der Planung. "In den kommenden Wochen soll eine ähnlich dimensionierte PV-Anlage auf dem Gebäude der neuen Rettungswache in Ascheberg installiert werden", erläutert Schulze Pellengahr die Pläne des Kreises. Darüber hinaus wird derzeit über die GFC eine Auswertung der kommunalen Bestandsgebäude vorgenommen, um beurteilen zu können, wo die Installation von Photovoltaikanlagen sinnvoll ist. Denn neben der Ausrichtung spielen auch die statischen Voraussetzungen und die jeweiligen Stromverbräuche eine wichtige Rolle. Bereits eine Photovoltaikanlage in der genannten Größenordnung kann bei optimalen Voraussetzung circa sieben Tonnen CO2 pro Jahr einsparen. Zusammen mit den bereits vorhandenen Anlagen leistet der Kreis Coesfeld damit schon einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz.